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1. Mai 2015
Evolutionary Multi-Objective Optimization of Micro Grids (Wanitschke 2015)
22. Mai 2015

100% EE durch PtG

Projektzeitraum 01.01.2013 - 15.11.2014

Strom aus Erneuerbaren Energien in Gas umwandeln und dadurch speicherbar machen – das sogenannte Power-to-Gas-Verfahren macht es möglich. Von Anfang 2012 bis Ende 2014 wurde diese zukunftsträchtige Speichermethode von dem Forschungsverbund aus Unternehmen und Instituten auf ihr Potenzial und ihre Eignung für die Energiewende überprüft. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte Projekt, hat eine enorme Bedeutung für die 100%ige Versorgung Deutschlands mit erneuerbaren Energien. Denn ohne eine Technik, welche die Speicherkapazität und -dauer der heute üblichen Batterien und Pumpspeicher deutlich übertrifft, wird beim wachsenden Anteil an erneuerbaren Energien langfristig die stabile Stromversorgung extrem teuer.

Die Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien ist stak fluktuierend. Um den Strombedarf einer Region zuverlässig und vollständig mit erneuerbaren Energien decken und starke Schwankungen ausgleichen zu können, werden Speicher benötigt. Diese müssen große Energiemengen aus Zeiten hoher Sonneneinstrahlung oder hoher Windgeschwindigkeiten zum Teil über mehrere Wochen speichern und bei Bedarf schnell wieder abgeben können. Eine besonders vielversprechende Speichertechnik ist „Power-to-Gas“ (PtG), die Umwandlung von Strom in synthetisches Erdgas durch Elektrolyse und Methanisierung. Dieses sogenannte EE-Gas kann direkt in das Erdgasnetz eingespeist oder in bereits vorhandenen Kavernen zwischengespeichert werden. So kann es bei Bedarf zeitlich versetzt und an anderen Orten wieder in Strom zurückverwandelt werden.
Der Forschungsverbund konnte mithilfe des Projektes darstellen, wie eine 100%ige Versorgung aus erneuerbaren Energien konkret aussehen kann und welche Anforderungen sich an ein zukünftiges Energieversorgungssystem unter Einbeziehung der PtG-Technik ergeben.

Das Projekt wurde im November 2014 erfolgreich abgeschlossen. Neben dem umfangreichen Abschlussbericht wurden die gewonnenen Ergebnisse auf mehreren Konferenzen vorgestellt und ausgewählte Themen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht.


Kontakt



Ludwig Hülk

+49 (0)30 5304 2002


Wissenschaftlicher Mitarbeiter