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Ladeinfrastruktur nach 2025/2030 – Szenarien für den Markthochlauf

Projektzeitraum: August 2019 bis Frühjahr 2020

In der Studie „Ladeinfrastruktur nach 2025/2030 – Szenarien für den Markthochlauf“ wird der bundesweite Bedarf an Ladeinfrastruktur, verteilt auf sieben Use-Cases und unterschiedliche Leistungsklassen ermittelt. Die sieben Use-Cases umfassen dabei das private Laden zu Hause und am Arbeitsplatz sowie das Laden im (halb-)öffentlichen Raum. In den vergangenen Jahren wurde zur Bestimmung des Bedarfs an Ladeinfrastruktur auf das durch Expert*innen ermittelte Verhältnis zwischen E-Fahrzeugen und Ladepunkten verwiesen (Top-Down-Methodik). Prominente Beispiele sind in der AFID (Alternative Fuel Directive) sowie weiteren Veröffentlichungen zu finden.

Die Studie stellt den Anschluss zur bereits bestehenden „AT-Kearney-Studie“ aus dem Jahr 2013 dar, entwickelt diese weiter und berücksichtigt dabei neue technische Entwicklungen, wie etwa das High-Power-Charging (HPC). Durch die Auswertung der Mobilität in Deutschland (MiD 2017) wird das Mobilitätsverhalten der deutschen Haushalte in unterschiedlichen Räumen (urban, suburban und ländlich) abgebildet und dient als Grundlage für die Bestimmung des Bedarfs neuer Ladeinfrastruktur (Bottom-Up-Methodik). Die Präferenz von Nutzenden an bestimmten Orten (Use-Cases) zu laden wird in einer Nutzerkaskade erfasst und dient neben anderen Parametern als Bindeglied zwischen der Berechnung des Bedarfs neuer Ladeinfrastruktur sowie den Expert*innenmeinungen.

Um alle relevanten Entwicklungen in der Studie zu berücksichtigen ist der regelmäßige Austausch mit Stakeholdern ein fester Bestandteil. Von Ende Januar bis Ende Februar werden Multistakeholder-Dialoge durchgeführt, die Informationen zur Nutzer*innenpräferenz, den Annahmen der Studie, bereits vorhandenen Ausbauplänen, möglichen Hindernissen beim Ausbau von Ladeinfrastruktur sowie dem Markthochlauf von E-Fahrzeugen bis 2030 liefern sollen. Im Masterplan Ladeinfrastruktur des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) wurde festgehalten, dass die Zusammenarbeit mit der Automobilindustrie sowie Energiewirtschaft in dieser Studie wesentlich vertieft wird.

In diesem Projekt übernimmt das RLI folgende Aufgaben:

  • Umstellung der Methodik vom Top-Down Ansatz, zum Bottom-Up Ansatz
  • Auswertung der Mobilität in Deutschland (MiD 2017) und Anwendung einer Bottom Up Analyse
  • Entwicklung einer Nutzungskaskade zur Berücksichtigung des Verhaltens von Nutzer*innen
  • Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit von Ladepunkten unterschiedlicher Leistungsklassen
  • Entwicklung einer Update Methodik sowie parametrisierbaren Berechnungsgrundlage
  • Erstellung von Extremszenarien, um Wechselwirkungen und Auswirkungen der „kommunizierenden Röhren“ zu bestimmen
  • Durchführung von insgesamt vier Stakeholder Workshops zu den Themen Ladung @home, @work sowie @public
  • Durchführung von Cleanroom-Gesprächen
NOW GmbH

BMVI

NOW GmbH

Kontakt



Oliver Arnhold


Projektleiter

Alexander Windt


Wissenschaftlicher Mitarbeiter