Merle-Marie Johannsen

M.Sc. Environmental Planning (TU Berlin)

RLS-Stipendiatin

+49 (0)30 1208 434 90 Merle-Marie.Johannsen@rl-institut.de

Tätigkeiten

  • Forschung zu gesellschaftlicher Akzeptanz erneuerbarer Energietechnologien und assoziierten Infrastrukturen
  • Quantitative Analyse regionaler Akzeptanzunterschiede in Deutschland
  • Qualitative Analysen mittels Fokusgruppen, leitfadengestützter Interviews, Dokumentenanalyse und Diskursanalyse
  • Entwicklung eines kontextsensiblen Governance-Tools für frühe Bürger:innenbeteiligung
  • Ableitung akzeptanzorientierter Handlungsempfehlungen für die Energiewende
  • Fokus auf sozial gerechte und konfliktpräventive Gestaltung von Infrastrukturprojekten

Infos zur Person

Merle ist seit Januar 2026 Mitglied des Graduiertenkollegs der Reiner Lemoine Stiftung. In ihrer Promotion beschäftigt sie sich mit Fragen der gesellschaftlichen Akzeptanz von erneuerbaren Energietechnologien und den damit verbundenen Infrastrukturen. Ziel des Projekts ist es, regionale Akzeptanzunterschiede in Deutschland quantitativ zu erfassen und zu analysieren. Auf dieser Grundlage entwickelt sie ein kontextsensibles Governance-Instrument, das eine frühzeitige und bedürfnisorientierte Einbindung von Bürger:innen in Planungsprozesse der Energiewende ermöglicht. Damit möchte sie zu einer sozial gerechteren, kontextualisierten und langfristig tragfähigen Gestaltung von Transformationsprozessen beitragen.

Ihre Masterarbeit verfasste Merle im Bereich Bewegungsforschung zu Bürgerinitiativen mit Bezug zu erneuerbaren Energietechnologien. Darin untersuchte sie einen brandenburgischen Fall, in dem ein Infrastrukturprojekt im Bereich erneuerbarer Energien infolge zivilgesellschaftlicher Proteste scheiterte, und analysierte die diskursiven, organisatorischen und politischen Dynamiken, die zu diesem Ergebnis führten.

Während ihres Masterstudiums arbeitete Merle als studentische Mitarbeitende mit Lehrtätigkeit im Fachgebiet Environmental Governance an der Technischen Universität Berlin. Zudem war sie im von der Heidehof-Stiftung geförderten Projekt „Demokratischer Umweltschutz und Gegenstrategien gegen Rechtsextremismus“ tätig, in dem sie zu Fragen politischer Einflussnahme, demokratiefördernder Umweltkommunikation und Akteurskonstellationen im Umweltsektor forschte.

Derzeit ist Merle wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Umweltwissenschaften der FernUniversität in Hagen. Dort untersucht sie die soziotechnischen Imaginationen industrieller Carbon-Management-Technologien (ICMTs) im europäischen Kontext. Ihre Forschung verbindet Akteurs- und Diskursanalysen, um sowohl dominante als auch umstrittene politische, ökonomische, gesellschaftliche und institutionelle Zukunftsbilder zu identifizieren. Darüber hinaus soll die Analyse sichtbar machen, welche Macht- und Beteiligungsstrukturen den Diskurs prägen und wie diese die Entwicklung, Governance und potenziellen Pfadabhängigkeiten der Technologien beeinflussen.