Analyse von BUND und Gaswende mit Berechnungen des RLI zeigt Vorteile von Flexibilisierung im Energiesystem
Berlin, 11.12.2025 | Aktuell treibt die Bundesregierung den Zubau von neuen klimaschädlichen Gaskraftwerken mit der Kraftwerksstrategie voran. Eine neue Analyse der Organisationen Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Gaswende mit Berechnungen des Reiner Lemoine Instituts (RLI) stellt die Vorteile einer smarten Strategie für Kostensenkung, Resilienz und das Erreichen der Klimaziele heraus.
Die Analyse der beiden Organisationen BUND und Gaswende beinhaltet Berechnungen des RLI zu den Auswirkungen von Flexibilitäten auf den Einsatz von Kraftwerken mit Blick auf das Zieljahr 2045. Die Berechnungen basieren auf der Annahme, dass die aktuellen Ziele der Bundesregierung wie Erneuerbaren-Ausbau und Klimaneutralität 2045 erreicht werden. Die Ergebnisse zeigen, dass innovative Flexibilitätsoptionen wie der Einsatz von Batteriespeichern, bidirektionales Laden von Elektrofahrzeugen oder Lastverschiebung in der Industrie kurzfristige und teure Spitzen im Stromsystem deutlich abmildern.
Resilienteres Energiesystem und Kostenvorteile
Dadurch kommen Kraftwerke insgesamt deutlich weniger zum Einsatz: Bis zum Jahr 2045 kann laut den Berechnungen die Stromerzeugung in Kraftwerken um bis zu 45 Prozent reduziert werden gegenüber einer Strategie, die nicht auf Flexibilitäten setzt. Die Einsatzstunden dieser Anlagen gehen um fast ein Drittel (32 Prozent) zurück. Das bringt Kostenvorteile und macht das Energiesystem resilienter, weil die Importabhängigkeit sinkt. Die Grenzpreise – also die im jeweiligen Moment von der teuersten noch benötigten Erzeugungseinheit gesetzten Preise – könnten im Jahresschnitt um 12 Prozent geringer ausfallen.
Weitere Informationen und die Analyse von BUND und Gaswende mit Berechnungen des RLI gibt es auf der Seite des BUND.
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