Wie lokale Regierungen die nachhaltige Energieplanung auf den Philippinen vorantreiben
Lokale Verwaltungseinheiten (LGUs) auf den Philippinen stärken ihre Rolle bei der Gestaltung der nachhaltigen Energiezukunft des Landes. In einer dreiteiligen Webinarreihe untersuchten im vergangenen Mai rund 400 Teilnehmende aus LGUs, nationalen Regierungsbehörden und von Entwicklungspartnern, wie lokale Regierungen nationale Energie- und Klimaziele in konkrete Maßnahmen umsetzen können.
Die Webinarreihe ist Teil des Projekts „Sustainable Energy Planning for Local Government Units“ einer Kapazitätsaufbauinitiative, die LGUs mit Wissen, Werkzeugen und Netzwerken, zur Förderung nachhaltiger Energieplanung ausstattet.
Die nachhaltige Energieplanung beginnt auf lokaler Ebene
Im Webinar betonten die Redner*innen, dass die Energiewende nicht nur eine nationale politische Agenda, sondern auch eine lokale Entwicklungspriorität ist. Zuverlässige, erschwingliche und nachhaltige Energie wirkt sich auf das öffentliche Wohlergehen, das Erbringen von Dienstleistungen, die Resilienz und das Wirtschaftswachstum aus. Das macht LGUs zu wichtigen Partnern bei der Umsetzung vor Ort.
In ihrer Eröffnungsrede hob Local Government Academy-Geschäftsführerin Thelma T. Vecina das Ziel des Programms hervor: LGUs befähigen, Vorreiter für nachhaltige Energieplanung und -umsetzung zu werden. Marlo L. Iringan Unterstaatssekretär im Department of the Interior and Local Government betonte, dass die heutigen Energieentscheidungen die zukünftige Energiesicherheit des Landes prägen werden.
Drei Webinare zu Planung, Effizienz und erneuerbaren Energien
In den Webinaren ging es um drei Kernthemen: Nachhaltige Energieplanung, Energieeffizienz und -einsparung sowie erneuerbare Energien. Die Teilnehmer*innen diskutierten die Ziele der Philippinen für erneuerbare Energien, praktische Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz in lokalen Regierungen und politische Instrumente zur Unterstützung des Ausbaus erneuerbarer Energien. Beispiele hierfür waren CO₂-Inventarisierungen, grüne Baustandards, Solarisierungsprogramme, lokale Energieeffizienz- und Sparpläne (LEECPs), Solaranlagen auf Dächern und Net-Metering.
Lokale Beispiele zeigen Chancen und Herausforderungen auf
Fallstudien aus Negros Occidental und Barangay General Malvar in Santiago City zeigten, wie lokale Initiativen die Energiesicherheit stärken, öffentliche Dienstleistungen verbessern sowie Kosten und Emissionen senken können. Gleichzeitig zeigten die Diskussionen wie notwendig fortlaufende Unterstützung, Kapazitätsaufbau und Wissensaustauschs sind, damit LGUs nationale Rahmenwerke in wirksame lokale Maßnahmen umwandeln können.
In allen drei Webinaren zeigte sich eine Botschaft besonders: LGUs sind zentral für die nachhaltige Energiewende der Philippinen. Durch die Integration von Energieaspekten in die lokale Entwicklungsplanung, die Verbesserung der Effizienz und die Förderung erneuerbarer Energieprojekte können lokale Regierungen ihre Widerstandsfähigkeit stärken und eine sauberere und sicherere Energiezukunft unterstützen.
Nächste Schritte
Die nächste Phase des Projekts umfasst Präsenzworkshops, die Einrichtung eines Netzwerks von Wissenspartner*innen sowie die Entwicklung von Schulungsvideos und Informationsmaterialien. Die Teilnehmenden sammeln zudem praktische Erfahrungen mit Werkzeugen für Planung, Berichterstattung, Kosten-Nutzen-Analyse, Projektidentifikation und Umsetzung.
Das Projekt Sustainable Energy Planning for Local Government Units wird vom South East Asia Energy Transition Partnership (ETP) finanziert, das vom United Nations Office for Project Services (UNOPS) betreut wird. Das Projekt wird vom Reiner Lemoine Institut (RLI) und dem Center for Empowerment, Innovation, and Training on Renewable Energy (CentRE) in Partnerschaft mit der DILG–Local Government Academy (LGA) umgesetzt.