Verantwortungsvolle KI in der Energiesystemanalyse: Methodik, Transparenz und Standards – VKI-Energie

Das Bild zeigt einen Kasten mit einem Gehirn drin, das nach außen viele Arme hat. An einigen Armen sind kleine Blitze angedockt. Daneben ist eine grüne Lupe in einem Schild.

Projektbeschreibung

Das Reiner Lemoine Institut untersucht im Projekt VKI-Energie, wie Künstliche-Intelligenz-Methoden die Energiesystemanalyse sinnvoll ergänzen können und wie ihre Anwendung transparent, nachvollziehbar und wissenschaftlich belastbar gestaltet werden kann. Zwei inhaltliche Schwerpunkte stehen dabei im Mittelpunkt: eine strukturierte Übersicht zu KI-Anwendungsbereichen in der Energiesystemanalyse sowie ein Bewertungsrahmen für verantwortungsvolle KI-Nutzung.

KI-Anwendungen systematisch einordnen

Die Wissenschaftler*innen arbeiten mit den Ergebnissen aus dem Vorprojekts KIRLI weiter. Sie ordnen KI-Methoden mit klarem Bezug zu den Forschungsfeldern der Energiesystemanalyse ein. Dazu werten sie Literatur und bestehende Vorarbeiten aus, clustern Anwendungsbereiche wie Prognosen, Optimierung, Datenverarbeitung und Wissensrepräsentation und verknüpfen sie mit möglichen KI-Methoden. Ziel ist es, sichtbar zu machen, wo KI bestehende Methoden der Energiesystemanalyse sinnvoll ergänzen oder ersetzen kann.

Von der Übersicht zum internen Wissensaufbau

Als Ergebnis entsteht eine energiesystemanalysespezifische Übersichtstabelle. Sie soll Orientierung für künftige Forschungs- und Beratungsprojekte geben und den Kompetenzaufbau am Institut sowie in anderen Forschungsorganisationen unterstützen. Dafür erstellen die Wissenschaftler*innen Materialien für Informationsformate und die Öffentlichkeitsarbeit.

Transparenz, Güte und Verantwortung bewerten

Außerdem entwickeln die Forschenden im Projekt einen übertragbaren Bewertungsrahmen für KI-Anwendungen in der Energiesystemanalyse. Im Mittelpunkt stehen Kriterien für Güte, Robustheit, Fairness, Erklärbarkeit, Reproduzierbarkeit und Dokumentation der Anwendungen. Dafür recherchieren die Wissenschaftler*innen bestehende Standards und Rahmenwerke, bewerten sie und überführen sie in ein Konzept für technische Kennzahlen, Dokumentationsstandards und Transparenzkriterien.

Leitfaden für zukünftige Projekte

Die Ergebnisse dieses Bewertungsrahmens fließen in einen Leitfaden für verantwortungsvolle KI-Nutzung in der Energiesystemforschung ein. Er soll die Glaubwürdigkeit KI-gestützter Ergebnisse erhöhen, Orientierung für Folgeprojekte schaffen und einen Beitrag zur Standardisierung transparenter KI-Anwendungen in der Energieforschung leisten. Den Bewertungsrahmen veröffentlichen wir und stellen ihn in Workshops, Fachveranstaltungen oder Kommunikationsformaten vor.

Projektzeitraum: April 2026 – Dezember 2026

Aufgaben

  • Systematische Einordnung relevanter KI-Methoden für Anwendungsfelder der Energieforschung, insbesondere Ontologien und offene Datenstrukturen
  • Entwicklung einer kompakten Übersicht zu Einsatzmöglichkeiten, Mehrwerten und Grenzen von KI-Methoden
  • Recherche und Ableitung von Kriterien für transparente, robuste und nachvollziehbare KI-Nutzung
  • Entwicklung von Material für einen übertragbaren Bewertungsrahmen für verantwortungsvolle KI in der Energiesystemforschung
  • Aufbereitung der Ergebnisse für standardisierte Wissensformate und externe Kommunikation

Förderung

Kontakt

Projektleitung

Juliane Arriens

Bereichsleiterin

+49 (0)30 1208 434 84 juliane.arriens@rl-institut.de
Das Bild zeigt ein Porträtfot von Kathrin Goldammer, eine Frau mit braunen Haaren und schwarzem Blazer, die lächelt.

Kathrin Goldammer

Geschäftsführerin

+49 (0)30 1208 434 0 kathrin.goldammer@rl-institut.de

Projektmitarbeitende

Raoul Hirschberg

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

+49 (0)30 1208 434 33 raoul.hirschberg@rl-institut.de

Avia Linke

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

+49 (0)30 1208 434 90 avia.linke@rl-institut.de