DIN Leitfaden für den Aufbau von Ladeinfrastruktur erschienen
3. August 2020
Exploring requirements for sustainable energy supply planning with regard to climate resilience of Southeast Asian islands (Lammers et al.)
14. August 2020

Berlins Beitrag zum Pariser Klimaschutzabkommen

4. August 2020 | Das Bundesland Berlin soll spätestens bis zum Jahr 2050 „pariskonform“ werden! Das RLI untersucht in diesem Zusammenhang die Möglichkeiten des Bundeslands Berlin bei der Senkung der CO2-Emissionen im Verkehrssektor.

Das Übereinkommen von Paris ist der Nachfolgevertrag des Kyoto-Protokolls. Es wurde am 12. Dezember 2015 auf der UN-Klimakonferenz (COP21) von 195 Länder unterzeichnet und umfasst einen globalen Aktionsplan, mit dem die Erderwärmung auf deutlich unter 2°C, möglichst 1,5°C gegenüber vorindustriellen Werten, begrenzt werden soll. Um dieses Ziel zu erreichen, muss jedes Land Maßnahmen zur Reduzierung seiner CO2-Emissionen ergreifen.

Sektoren, in denen Berlin CO2 einsparen kann

Um seinen Beitrag zur CO2-Reduktion leisten zu können muss auch das Bundesland Berlin vor Ort aktiv werden. Im Rahmen dieser Machbarkeitsstudie, sollen angemessene und zugleich zumutbare Reduktionsziele für Metropolen in Industrieländern – wie Berlin – definiert werden. Dafür werden von den Projektpartnern Szenarien für die folgenden Handlungsfelder entwickelt: Energie, Gebäude, Verkehr, Wirtschaft, Private Haushalte und Konsum.

Konkret suchen die Projektpartner in allen Handlungsfeldern nach solchen Maßnahmen, die mit einem sehr schnellen Wandel verbunden sind. Ihre jeweiligen Vorschläge sollen transparent machen, welche Veränderungen nötig wären, welche möglich sind und welche Konsequenzen sich aus den jeweiligen Maßnahmen ergäben.

Verkehrssektor hat großes Potenzial zur Emissionssenkung

Das RLI übernimmt die Untersuchung des Handlungsfelds Verkehr – ein Sektor der bisher sehr wenig zur Reduktion von CO2-Emissionen beigetragen hat und der ein entsprechend großes Potenzial aufweist. Analysiert wird das Berliner Verkehrsaufkommen und die prognostizierte Entwicklung der einzelnen Verkehrsträger, wie etwa Flugverkehr, motorisierter Individualverkehr, ÖPNV, Binnenschifffahrt, Fahrrad und Fußverkehr. Entsprechend des Szenarien für 2030, 2040 und 2050 wird ein CO2-Budget für den Verkehrssektor errechnet und überprüft, mit welchen Maßnahmen, wie etwa dem Ausbau von ÖPNV und Radverkehr oder die Verbreitung von E-Mobilität, sich diese Ziele erreichen ließen.

Für alle Handlungsfelder finden während der Projektlaufzeit Workshops mit Expertinnen und Experten für die jeweiligen Handlungsfelder statt, in denen sie Einschätzungen zu den möglichen Maßnahmen abgeben können. Geleitet wird das Projekt vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW). Weitere Projektpartner neben dem RLI sind die BLS Energieplan GmbH, die LUP – Luftbild Umwelt Planung GmbH und die IFOK GmbH. Gefördert und beauftragt wurde die Studie von der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projektseite.