Forschungsprojekt startet: Offene Dateninfrastruktur für die Kommunale Wärmeplanung

2. Februar 2026 | Start im Projekt zur offenen Dateninfrastruktur für Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung (KWP): Zum Auftakt trafen sich die Partner von Reiner Lemoine Institut und Universität Osnabrück am Montag in Berlin. Woran sie in den kommenden zwei Jahren arbeiten:

Das Projekt:
Das Wärmeplanungsgesetz verpflichtet Kommunen zur flächendeckenden Wärmeplanung. Genau hier setzt das jetzt gestartete Forschungsprojekt an: Mit Datenbanken und Wissensgraphen wollen die Wissenschaftler*innen die Ergebnisse der KWP vergleichbar und nutzbar machen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Das Ziel:
Die Forschungspartner entwickeln eine offene, standardisierte Dateninfrastruktur. Mithilfe eines zentralen Datenbanksystems werden die KWP-Daten strukturiert, harmonisiert und offen zugänglich gemacht. So sollen die Ergebnisse vergleichbar, langfristig nachnutzbar und überregional auswertbar werden. Das hilft Wissenschaft, Verwaltung und Praxis gleichermaßen.

Die Methoden:
Für die Formalisierung und Verknüpfung der Daten setzt das Projektteam die interoperable und OpenEnergyOntology-konforme KWP-Ontologie sowie den Open Energy Knowledge Graph ein. Die Befüllung der Datenbank erfolgt über standardisierte Schnittstellen, nutzendenfreundliche Eingabemasken und KI-gestützte Verfahren zur Extraktion von Informationen aus bestehenden Dokumenten. Die Veröffentlichung der Daten orientiert sich konsequent an den FAIR-Prinzipien, das heißt auffindbar, zugänglich, interoperabel und wiederverwendbar, und den Grundsätzen von Open Science.

Für das RLI leitet Ludwig Hülk, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsbereich Transformation von Energiesystemen, das Projekt.

Mehr Infos zum Projekt gibt es auf der Projektseite.

Foto: Das Projektkonsortium: Von links nach rechts:
Jonas Huber (RLI), Norman Zielke (RLI), Prof. Dr. Till Mossakowski (UOS), Mirjam Stappel (UOS), Mascha Richter (RLI), Ludwig Hülk (RLI)

Das Foto zeigt eine Gruppe von 6 Menschen, die nebeneinander stehen und freundlich in die Kamera blicken.