Ohne Partner*innen geht es nicht – Ein Projektbesuch in Thailand
12. Februar 2026 | Grünen Wasserstoff als Speicherkomponente in das erneuerbare Energiesystem einer Thailändischen Insel integrieren – wie geht das? Daran arbeitet das RLI mit Partnern im Projekt Green-H2 Islands auf der Insel Koh Jik in der Provinz Chanthaburi. RLI-Wissenschaftlerin Katrin Lammers aus dem Forschungsbereich Off-Grid Systems war im Dezember 2025 zum zweiten Projektbesuch in Thailand. Warum sind lokale Partner wichtig und welche Fähigkeiten braucht eine Konsortialleitung? Diese zwei wichtigen Lehren bringt Katrin von ihrer Reise mit.
1. Welche Rolle spielen lokale Partner?
Gerade in internationalen Projekten mit geografischer Distanz kommt es auf die richtigen Partner an.
Im Projekt arbeitet das RLI mit dem Energieministerium zusammen – Was Herr Phirat Inpanich und Frau Noppamass Buawichaisin vom thailändischen Energieministerium aus der Abteilung Office of Public Participatory Promotion ebenso gezeigt haben, wie Tanai Potisat von Koh Jik ReCharge: Wichtig sind Partner*innen vor Ort, die auf Menschen zugehen und das nötige Gespür und Empathie mitbringen, die lokale Bevölkerung zu involvieren.
Insgesamt wurde deutlich, welch starkes Konsortium hier zusammenarbeitet: Motivierte, engagierte Menschen, mit denen es große Freude macht, nachhaltige Energielösungen für abgelegene Gebiete wie die thailändischen Inseln zu entwickeln. Dazu zählen H2 Power Cell (Sebastian Niehoff, Samuel Jacubasch und Inthanon Phasue), Koh Jik ReCharge (Tanai Potisat) sowie die Deutsch-Thailändische Außenhandelskammer (Nupat Khusribanchong).
2. Wie gelingt gute Partizipation?
Partizipative Prozesse brauchen Zeit, Geduld und viele Gespräche. Dadurch werden sie langfristig tragfähiger. Als Konsortialleitung ist ein hohes Maß an Flexibilität gefragt – die Fähigkeit, auf sich verändernde Rahmenbedingungen zu reagieren, Gelassenheit in nicht beeinflussbaren Entwicklungen zu bewahren und dennoch gemeinsam konstruktiv an Lösungen zu arbeiten. Zu Beginn eines Projekts lassen sich mögliche Herausforderungen nicht immer vollständig abschätzen – insbesondere was lokale Entwicklungen und Veränderungen angeht. Beeinflussbar ist jedoch, wie man damit umgeht: mit welchen Strategien man ihnen begegnet und ob alle an einem Strang ziehen. Im Verlauf der Zusammenarbeit hat sich gezeigt, dass es eine gelassene Führung ebenso braucht, wie über Jahre gewachsenes Vertrauen zwischen der Gemeinde und dem Konsortium und ein vorausschauendes Risikomanagement, um gemeinsam erfolgreich zu sein.
Fotos: © Green-H2Islands