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Study on Renewable Energy Off-Grid Components of NDCs and their Role for Climate Change Mitigation

Projektzeitraum: Oktober 2018 – Februar 2019

Ziel des Projekts ist die Entwicklung von Strategien für die Nutzung Erneuerbarer Energien, die den Klimaschutz in Entwicklungsländern unterstützen können. Dafür ist es nötig, das Verständnis für Klimaschutzmaßnahmen vor Ort zu schaffen und zu stärken. Außerdem soll die Aufnahme von Off-Grid-Komponenten in die Zielvereinbarungen (Nationally Determined Contributions – NDCs), in denen die Vertragsstaaten des Pariser Klimaschutzabkommen sich verpflichten, nationale Klimaschutzziele auszuarbeiten, erreicht werden.

Das RLI wird in diesem Projekt mittels einer GIS-Analyse analysieren, wie groß der Anteil der Bevölkerung ohne Zugang zu elektrischer Stromversorgung ist. Da der größte Anteil der Menschen ohne Zugang zu Elektrizität in abgelegenen und ländlichen Regionen lebt, kommt die Installation von Off-Grid Systemen mit hohen Anteilen regenerativer Energiequellen infrage. Basierend auf einer räumlichen Analysemethode (GIS) werden verschiedene Elektrifizierungsszenarien für das Zieljahr 2030 simuliert und somit der Anteil der Elektrifizierungsoptionen Solar Home Systeme, Mini-Grids sowie Netzerweiterung für jedes der untersuchten Länder ermittelt. Anschließend werden das Markpotenzial sowie die Klimarelevanz von Off-Grid-Systemen quantifiziert, wobei letzteres eine zentrale Rolle in der Studie spielt. Für alle Szenarien und Elektrifizierungsoptionen werden die Einsparungen der Treibhausgasemissionen gegenüber konventioneller Energieerzeugungstechnologien bestimmt und deren Einfluss auf die Klimaziele bewertet.

Darüber hinaus wird das RLI die Hürden im Off-Grid-Bereich zusammenfassen und Lösungsansätze für diese entwickeln (Blueprint). Hierbei werden alle wichtigen Faktoren, wie politische Maßnahmen, Regulierungen, nationale und internationale Finanzierungsmöglichkeiten, Innovation, Kapazitätsentwicklung und Datenverarbeitung berücksichtigt. Aus all diesen Daten erstellt das RLI schließlich eine Rangliste der Länder nach ihrem Förderbedarf, aus der anschließend drei Länder ausgewählt werden, welche eine besondere Unterstützung durch konkrete Projekt- und Finanzierungsideen für die Erweiterung von Off-Grid Anlagen erhalten. Diese kann durch Entwicklungsbanken, Klimafonds, oder gezielte Projekte des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit geleistet werden.

© Bild: CC0 1.0

Das RLI übernimmt in diesem Projekt folgende Aufgaben:

  • Literaturrecherche
  • GIS-basierte Modellierung der Elektrifizierungsszenarien
  • Ermittlung und Bewertung (Impact Assessment) des Einsparungspotenzials klimaschädlicher Treibhausgase (engl. Climate Change Mitigation Potentials) mit Methoden des im Kyoto-Protokoll festgeschriebenen Clean Development Mechanisms
  • Szenarienentwicklung
  • Durchführung von Workshops
  • Durchführen von Erkundungsreisen
  • Entwicklung einer Musterlösung (Blueprint) für sich wiederholende Hürden im Off-Grid-Bereich
  • Entwicklung konkreter Projekt- und Finanzierungsideen
GIZ

Sarah Berendes


Projektleiterin

Catherina Cader


Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Philipp Blechinger


Bereichsleiter