Machbarkeitsstudie: Berlins Beitrag zum Pariser Klimaschutzabkommen
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Berlins Beitrag zum Pariser Klimaschutzabkommen
4. August 2020

DIN Leitfaden für den Aufbau von Ladeinfrastruktur erschienen

1. August 2020 | Ab sofort steht allen, die Ladepunkte im öffentlichen Raum aufbauen wollen, eine Orientierungshilfe zur Verfügung: Die Spezifikation DIN SPEC 91433. Sie bietet einen standardisierten Leitfaden für die Planung und Errichtung von Ladeinfrastruktur für batterieelektrische Fahrzeuge.

Die DIN SPEC gibt einen Überblick über den kompletten Prozess des Aufbaus, von Planung über technische Auslegung bis zum Anschluss des Ladepunkts an das örtliche Stromnetz. Dies soll insbesondere Kommunen und Unternehmen Unsicherheiten nehmen, die sie beim Aufbau neuer Ladepunkte häufig noch zögern lassen.

Ziel des Leitfadens ist es diese Unsicherheiten abzubauen. Der Leitfaden behandelt sowohl Melde- und Genehmigungsprozesse und die Beantragung von Fördermitteln als auch die Umsetzung inklusive der Abstimmung aller hierbei beteiligten Parteien. Zudem findet man darin Fragen, die für die Planung geklärt werden müssen und Hilfestellungen zu deren Beantwortung.

Standorte identifizieren und Planungsprozesse beschleunigen

Ein besonderer Fokus liegt auf der effektiven Standortsuche für Ladepunkte sowie auf der Verbesserung der Interaktion der verschiedenen Beteiligten. So kann etwa der Datenaustausch, die Beantragung von Genehmigungen, Anfragen an den Netzbetreiber und vieles mehr deutlich effizienter gestaltet werden. Die DIN SPEC macht Vorschläge für die Gestaltung von Schnittstellen zwischen den beteiligten Akteuren für eine effizientere Kommunikation.

Weiterhin finden sich in dem Leitfaden Verweise auf weiterführende Informationsquellen in den Bundesländern und Kommunen, wie etwa Fördermöglichkeiten, Gesetzestexte, Normen und Standards, Datensätze, wissenschaftliche Veröffentlichungen und weiteres.

Leitfaden wurde von Expertinnen und Experten aus der Praxis erarbeitet

Der Leitfaden wurde von einem Konsortium erarbeitet, dem Beteiligte aller Sektoren angehören: Neben dem Reiner Lemoine Institut, das das Konsortium leitete, auch die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW), die Berliner Agentur für Elektromobilität (eMO), der Verband kommunaler Unternehmen (VKU), die Energie Codes & Services GmbH, die Bürgerenergiegenossenschaft Inselwerke, die inno2grid GmbH, die Cleopa GmbH sowie das RLI-Start-Up Localiser. Fördermittel erhielt das Vorhaben aus dem BMWi-Förderprojekt EmoStar²K.

Der Download ist beim Beuth-Verlag unentgeltlich möglich.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projektseite.