Projektdauer: Oktober 2018 – September 2020

Das übergeordnete Ziel des Projekts Nigerian Energy Support Programme II (NESP II) ist es, ein umfassendes Datenportal zu schaffen, das eine Übersicht über den Energiezugang Nigerias gibt. Die Daten für dieses Portal werden gemeinsam mit den lokalen Partnern vom RLI und dem Projektpartner Integration GmbH gesammelt und zusammengestellt. NESP II schließt an das Vorgängerprojekt NESP an, in welchem das RLI ebenfalls mit INTEGRATION GmbH Elektrifizierungspläne für fünf Bundestaaten in Nigeria erstellte. Ziel war es, durch verschiedene Elektrifizierungsoptionen, wie etwa den Netzausbau oder Mini-Grid-Lösungen, ländliche Gebiete mit Strom zu versorgen.

Im aktuellen Projekt werden Daten über die Lage der Siedlungen und ihren jeweiligen Elektrifizierungsstand mithilfe vorhandener Datensätze zusammengetragen, erstellt und entwickelt, wie beispielsweise Datensätze über die globale Bevölkerungsverteilung, die aus Satellitenbildern gewonnen werden, offizielle Daten sowie crowdsourced Daten aus OpenStreetMap.

Zusätzlich werden neue Daten durch Befragungen mit unterschiedlichem Detaillierungsgrad, wie zum Beispiel Haushaltsumfragen oder Fragebögen auf Dorfebene, erhoben. Die Datenerstellung wird durch den Aufbau eines Datenbankmanagementsystems begleitet, das eine strukturierte Nutzung, Ergänzung und Aktualisierung der Daten ermöglicht.

Die daraus resultierenden Datensätze werden in einer Webmap visualisiert und den jeweiligen Interessengruppen zur Verfügung gestellt. Basierend auf diesen Daten können Analysen erstellt werden, die sowohl als Entscheidungsgrundlage für Akteurinnen und Akteure aus der Politik dienen als auch ein Indikator für die Marktpotenziale von Elektrifizierung durch den Privatsektor sind.

Das RLI übernimmt in diesem Projekt folgende Aufgaben:

  1. Sammeln und Erstellen von umfassenden Datensätzen über den Stand der des Elektrifizierungsgrades in Nigeria durch

    • bereits existierende Datensätze
    • neue Datensätze, die aus digitalisierten, hochauflösenden Satellitenbildern generiert werden
    • Unterstützung bei der Erstellung von Fragebögen, die für Interviews genutzt werden, um detaillierte Daten über die lokalen Gegebenheiten zu erhalten. Die Umfragen werden in den sechs geopolitischen Zonen Nigerias durchgeführt.
  2. Begleitung des Aufbaus eines Datenbankmanagementsystems
  3. Unterstützung bei der Visualisierung der Daten in Kooperation mit den nigerianischen Partnern, wie dem Ministerium für Energie, Bau und Wohnungswesen (FMPWH)
Finanziert durch die EU und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Kontakt



Catherina Cader


Projektleiterin

Philipp Blechinger


Bereichsleiter

Setu Pelz


Doktorand