Das Gesamtziel des Nigerian Energy Support Programme II (NESP II) ist die Schaffung eines umfassenden Datenportals über den Energiezugang für Nigeria. Es ist ein Folgeprojekt des ersten NESP Projekts, bei dem das RLI mit der INTEGRATION GmbH zusammenarbeitete. Im Rahmen dieses ersten Projekts wurden für fünf nigerianische Bundesstaaten Elektrifizierungspläne entwickelt, wie ländliche Gebiete möglicherweise mit Elektrizität versorgt werden könnten.

Im Projekt NESP II wird das RLI wieder mit dem Partner INTEGRATION GmbH zusammenarbeiten. Ziel des Projektes ist es, umfassende Datensätze zum Stand der Elektrifizierung in ganz Nigeria zu sammeln und zu erstellen.

Daten über die Lage der Siedlungen und ihren jeweiligen Stand der Elektrifizierung werden unter Verwendung vorhandener Datensätze gesammelt, erstellt und weiterentwickelt, wie z.B. globale Bevölkerungsdatensätze, die aus Satellitenbildern, offiziellen Daten sowie von Menschenmengen stammenden Daten aus OpenStreetMap.

Darüber hinaus werden neue Daten durch Umfragen gesammelt, die verschiedene Detaillierungsebenen abdecken, wie z.B. Haushalts- oder Dorferhebungen. Die Datenerstellung geht einher mit der Einrichtung eines Datenbankmanagementsystems, um eine strukturierte Nutzung, Ergänzung und Aktualisierung der Daten zu ermöglichen.

Die resultierenden Datensätze werden visualisiert und den jeweiligen Interessengruppen zur Verfügung gestellt. Darauf aufbauend können Datenanalysen sowohl als Entscheidungsgrundlage für den öffentlichen Sektor als auch als Indikator für privatwirtschaftliche Marktpotenziale genutzt werden.

Projektdauer: Oktober 2018 - September 2020

Im Forschungsprojekt übernimmt das RLI folgende Aufgaben:


  1. Sammlung und Erstellung umfassender Datensätze zum Stand der Elektrifizierung in ganz Nigeria durch
    • Verwendung vorhandener Datenquellen
    • Erstellung neuer Datensätze durch Digitalisierung von Gebäude-Fußabdrücken unter Verwendung von hochauflösenden Satellitenbildern
    • Unterstützung der Entwicklung von Umfragen zur Sammlung detaillierter Informationen über die örtlichen Gegebenheiten. Die Umfragen werden in allen sechs geopolitischen Zonen Nigerias durchgeführt.
  2. Begleitung der Einrichtung eines Verwaltungssystems für räumliche Datenbanken
  3. Unterstützung der Visualisierung der Daten und Informationen in Zusammenarbeit mit nigerianischen Partnern wie dem Ministerium für Energie, Arbeit und Wohnungsbau (FMPWH)
Finanziert durch die EU und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Kontakt



Catherina Cader


Projektleiterin

Philipp Blechinger


Bereichsleiter

Setu Pelz


Doktorand