Model-related outcome differences in power system models with sector coupling – Quantification and drivers (Gils et al. 2022)
24. Februar 2022
Klimaplan Brandenburg
Zwischenbericht zum Klimaplan Brandenburg veröffentlicht – RLI zeigt Handlungsbedarf im Verkehrssektor
4. März 2022

Studie zur HPC-Ladeinfrastruktur –
In der Stadt, auf dem Land und an Autobahnen

Das Bild zeigt eine Deutschlandkarte, auf der mit roten Punkten Standorte für Ladepunkte markiert sind. Über der Deutschlandkarte liegt die Form einer E-Ladesäule.
In der Studie „Entwicklung der deutschen HPC-Ladeinfrastruktur bis zum Jahr 2025 – Bedarfsgerechte Ausbauszenarien für Städte, das Land und Bundesautobahnen“, analysiert und errechnet das RLI das Potential von High-Power-Charging- Ladeinfrastruktur (HPC) für den Fortschritt beim Ausbau der E-Mobilität.

Schnellladen als Treiber der E-Mobilität
Viele Nutzer*innen von E-Autos haben keinen privaten Zugang zu Ladeinfrastruktur und sind auf öffentliche Ladepunkte angewiesen, um ihre Fahrzeuge zu laden. Das RLI untersucht die HPC-Ladetechnik als möglichen Treiber der E-Mobilität, weil sie Ladevorgänge schneller und komfortabler macht. In der Studie analysiert das RLI den aktuellen Stand und die Verteilung von HPC-Ladepunkten in Deutschland. Zudem werden unterschiedliche Szenarien für den Ausbau der HPC-Ladeinfrastruktur bis zum Jahr 2025 dargestellt. Diesen vergleichen die Forscher*innen mit dem prognostizierten Markthochlauf von E-Fahrzeugen, also der wahrscheinlichen Anzahl von E-Fahrzeugen in Deutschland bis 2025.

Ein Schnellladenetz für ganz Deutschland
In simulativen Berechnungen platziert das RLI Standorte für HPC-Ladeinfrastruktur über Deutschland verteilt an den Orten, an denen sie notwendig sind. Für die Auswahl der Ladepunkte-Standorte werden Daten der Bevölkerungs- und Verkehrsdichte sowie weitere sozioökonomische Faktoren berücksichtigt. Auf der Grundlage des prognostizierten Markthochlaufs von E-Fahrzeugen berechnet das RLI zudem den Bedarf an HPC-Ladeinfrastruktur und zwar in verschiedenen Räumen Deutschlands: nicht nur in der Stadt, sondern auch in suburbanen Räumen, auf dem Land und an Autobahnen. Anschließend wird der prognostizierte Bestand an HPC-Ladepunkten dem Bedarf an HPC-Ladepunkten gegenübergestellt.

Für den städtischen Raum errechnet das RLI exemplarisch für fünf ausgewählte Städte, an welchen Standorten HPC-Ladepunkte sinnvoll sind.

Auf diese Weise erstellt das RLI für die gesamte Fläche Deutschlands ein Schnellladenetz, das dem prognostizierten Ladbedarf von E-Fahrzeugen gerecht wird.

Projektlaufzeit: Februar 2021 – Februar 2022

Das RLI übernimmt in dem Projekt folgende Aufgaben:

  • Erarbeitung einer breiten Datengrundlage und Annahmen für die Simulation
  • Bestimmung des Bedarfs an HPC-Ladepunkten in Deutschland bis zum Jahr 2025
  • Erarbeitung von drei Szenarien zum Hochlauf von HPC-Standorten in Deutschland
  • Berechnung eines deutschlandweiten Potentials für neue HPC-Standorte und simulative Verteilung der HPC-Standorte bis zum Jahr 2025
  • Gegenüberstellung des deutschlandweiten Bedarfs und Bestands von HPC-Ladepunkten
  • Analyse der Entwicklung von HPC-Ladeinfrastruktur in Stuttgart, München, Berlin, Dortmund und Rostock
 EnBW Energie Baden-Württemberg AG

Kontakt



Alexander Windt


Projektleiter