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C-BEAR+ Fellows starten (Fern-) Gastaufenthalt am RLI

9. Juli 2020 | Seit dem 1. Juli verstärken Elena van Hove von der Arizona State University und Jess Kersey von der UC Berkeley das Off-Grid Team als Gastwissenschaftlerinnen im Rahmen des Transatlantikprogramms C-BEAR+. Beide haben bereits an der Summer School des RLI im Sommer 2019 teilgenommen und führen die Zusammenarbeit nun im Rahmen einer einjährigen Fellowship weiter. Aufgrund der Covid-19-Pandemie gestalten sie ihre Mitarbeit zunächst aus der Ferne heraus.

Wissenschaftliche Arbeit konzentriert sich auf Stromzugang in netzfernen Regionen

Jess forscht am Elektrizitätszugang in informellen städtischen Siedlungen und beschäftigt sich dabei insbesondere mit der Dimensionierung, der Zuverlässigkeit und der Erschwinglichkeit von Elektrizität. Der Schwerpunkt liegt auf lateinamerikanischen urbanen Räumen.

Elena beschäftigt sich mit sozioökonomischen Erfolgsindikatoren von Mini-Grid-Projekten. Sie konzentriert sich dabei auf die produktive Nutzung innerhalb von Mini-Grids und untersucht den Bedarf und die Zahlungsfähigkeit von potenziellen Nutzer*innen sowie die Simulationswerkzeuge für Energiesysteme.

Erfolgreiche Deutsch-amerikanische Forschungskooperation in C-BEAR+

Das C-BEAR+-Programm („California-Berlin Exchange and Research Plus“) hat das Ziel eine Forschungskooperation zwischen dem RLI in Deutschland und verschiedenen Forschungseinrichtungen den USA aufzubauen. Durch die Kooperation sollen die Forschungsleistungen der Partner zum Thema „Universeller Zugang zu nachhaltiger Energie“ (wie im SDG7 festgelegt) gebündelt und dadurch die Erreichung dieses Entwicklungsziels unterstützt werden. Ein zweites Ziel ist es, die transatlantischen Beziehungen zu stärken und zum interkulturellen Austausch beizutragen.

Nachwuchswissenschaftler*innen haben im Rahmen von C-BEAR+ die Möglichkeit, einen bis zu dreimonatigen Forschungsaufenthalt als Fellow an einer der Partnerinstitutionen zu absolvieren. Vom RLI besuchte etwa Paul Bertheau Anfang 2020 die Arizona State University und Setu Pelz war Fellow an der Johns Hopkins University.

C-BEAR+ läuft noch bis Sommer 2021

Weitere Elemente von C-BEAR+ beinhalteten eine Scoping Mission, die 2019 in den USA stattfand, gemeinsame Workshops und Konferenzen sowie eine Summer School, die 2019 in Berlin wissenschaftlichen Nachwuchs und erfahrene Forschende aus beiden Ländern zusammenführte. Hier entstanden bereits erste Publikations- und Projektideen, die sich zum Teil in der Umsetzung befinden. Das Programm ist aktuell noch bis Sommer 2021 geplant.

Das RLI freut sich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Jess und Elena!

© Fotos: Privat