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Weltfrauentag am RLI: Mehr als Blumen für die Gleichberechtigung

Das Bild zeigt eine Frau, die die Faust in die Luft reckt und in der anderen ein Protestplakat mit dem Weiblichkeitszeichen hält. Neben der Frau steht der Hashtag: Break the Bias.

8. März 2022 | Am Reiner Lemoine Institut (RLI) ist jeder Tag Weltfrauentag. Und zwar für alle Mitarbeitenden. Denn die Menschen am Institut sind nicht nur in den Ingenieurwissenschaften und für die Energieforschung tätig, sondern setzen sich täglich ebenso gemeinsam für Geschlechtergerechtigkeit und mehr Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft ein.

Damit ist das RLI dem Motto des Internationalen Frauentages am 8. März 2022 – #BreakTheBias – voraus. Und dem Ziel, eine Welt frei von Stereotypen, Vorurteilen und Diskriminierung zu erschaffen, einen Schritt näher.

Mehr als 50 Prozent Frauen in Führungsrollen
Das Institut hat für dieses Ziel erfolgreich Strukturen geschaffen. Das zeigen ein Anteil von mehr als 50 Prozent Frauen in Führungspositionen, eine Charta, die sich klar gegen Sexismus ausspricht, ein Gender-Equality-Plan sowie familienfreundliche Modelle für Arbeitszeit und -ort und weitere Maßnahmen. Denn nur an einem Tag zu feiern und Blumen zu verteilen reiche nicht, meint Kathrin Goldammer, Geschäftsführerin des RLI.

„Für Geschlechtergerechtigkeit brauchen wir gute Strukturen in der Forschungs- und Arbeitswelt“, sagt Goldammer. Und weiter: „Am RLI arbeiten alle Menschen gleichberechtigt zusammen. Wir schaffen ein Arbeitsumfeld, das es jeder einzelnen Person ermöglicht, sich zu entfalten und nicht aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt zu werden. Parität ist möglich! Das zeigen wir am RLI mit mehr als 50 Prozent Frauen in Führungspositionen“.

Nicht nur in Führungspositionen, auch in der gesamten Belegschaft am RLI ist der Anteil von Frauen überdurchschnittlich hoch: 45 Prozent der Mitarbeitenden sind weiblich. Das ist für ein technikwissenschaftliches Forschungsinstitut in Deutschland einzigartig.

Modern und vielfältig: Arbeitsmodelle am RLI
Das RLI möchte als Arbeitgeber den modernen und vielfältigen Lebensmodellen und -realitäten der Mitarbeitenden gerecht werden. Die Arbeitsmodelle ermöglichen eine große Flexibilität bei den Zeiten und Orten. Eine transparente und partizipative Unternehmenskultur unterstützt das gleichberechtigte Zusammenarbeiten der Mitarbeitenden. Dies zeigt sich zum Beispiel in Austauschformaten wie dem Women’s Breakfast Club, einem Termin nur für (sich selbst so identifizierende) Frauen, oder dem Gender Awareness Breakfast, das offen für Mitarbeitende aller Geschlechter ist.

Unternehmenswerte in Charta festgelegt
Das RLI hat seine Unternehmenswerte in Form einer Charta verschriftlicht und bekräftigt so seinen Willen, ein positives Arbeitsumfeld für alle Beschäftigten zu schaffen. Zu den zehn Prinzipien der Charta gehören neben einem eigenen Artikel gegen Sexismus insbesondere ein Ausschließen jeder Form von Diskriminierung oder die Anerkennung von vielfältigen persönlichen Hintergründen der Mitarbeiter*innen.

Engagement für die Sichtbarkeit von Frauen
„Ein gutes Arbeitsklima, Vielfalt und Gleichberechtigung sind mir und dem RLI ein besonderes Anliegen“, erklärt Goldammer. „Insbesondere die Energiebranche hat hier noch viel Modernisierungsbedarf – das RLI ist ein besonderes Institut in dieser eher konservativen Branche. Gerade darum sollten wir unsere Chance nutzen, durch unser Engagement einen echten Unterschied zu machen“, so die RLI-Geschäftsführerin.

Kathrin Goldammer engagiert sich außerdem in thematischen Netzwerken und auf Veranstaltungen wie beispielsweise im Gründungsteam der Women in Green Hydrogen oder als Rednerin beim Karriereprogramm Women in Natural Sciences (WiNS) der HU Berlin.