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WindNODE – Schaufenster für Intelligente Energie in Nordostdeutschland

Im Verbundprojekt WindNODE wird das effiziente Zusammenspiel von Erneuerbarer Energieerzeugung und -nutzung sowie der Stromnetze dazwischen erforscht. Alles soll digital miteinander vernetzt und dadurch optimiert und flexibilisiert werden. Dies findet in der Modellregion Nordostdeutschland statt, die der Regelzone des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz entspricht. Das RLI ist einer von rund 50 Verbundpartnern, die im Projekt einzelne Arbeitspakete übernehmen.

Im Fokus des Schaufensters steht die effiziente Einbindung großer Mengen Erneuerbarer Energien in einem energieträgerübergreifend optimierten System aus Strom-, Wärme- und Mobilitätssektor sowie die Orchestrierung von Flexibilitätsoptionen auf allen Ebenen. Konkrete Ziele sind etwa die Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen, die das klassische Geschäft des mengenbasierten Energieabsatzes ergänzen, sowie die Schaffung von Verbraucherschutz- und Datensicherheitsstandards. Außerdem behandelt das Schaufenster Fragen des Marktdesigns und der Systemarchitektur.

WindNODE ist eins von fünf Verbundprojekten, die im Rahmen des Förderprogramms "Schaufenster intelligente Energie - Digitale Agenda für die Energiewende" (SINTEG) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert werden.

Projektzeitraum: 01.12.2016 - 30.11.2020

Weitere Informationen zu WindNODE und den einzelnen Partnern.
Weitere Informationen zum Förderprogramm SINTEG.

Das Reiner Lemoine Institut untersucht im Rahmen von WindNODE zwei unterschiedliche regionale Ansätze zur Integration hoher Anteile Erneuerbarer Energien und vergleicht diese miteinander:

  1. Im Reallabor Anhalt soll vor Ort erzeugte Energie aus erneuerbaren Quellen möglichst direkt auf den unteren Netzebenen genutzt werden, um die Eigenversorgung in der Region zu erhöhen und weiteren Netzausbau zu vermeiden. Dabei konzentrieren wir uns auf mögliche Szenarien unter Nutzung von Flexibilitätsoptionen und unter Berücksichtigung der vorhandenen Netzkapazitäten auf Hoch- und Mittelspannungsebene.
  2. Im Regionalkraftwerk Uckermark hingegen wird die erzeugte Energie aus Erneuerbare-Energie-Anlagen zunächst gebündelt und dann in das Hochspannungsnetz eingespeist. Abgeregelter Strom soll unter anderem in Power-to-Heat Anlagen genutzt werden. Hier konzentrieren wir uns insbesondere auf die Fragestellung, wie Geschäftsmodelle, die aus betriebswirtschaftlicher Sicht funktionieren, gestaltet sein müssen, damit sie auch einen gesamtsystemischen und volkswirtschaftlichen Vorteil bieten. Unter anderem soll die sogenannte SINTEG-Verordnung bewertet und darauf untersucht werden, welche weiteren Regularien ggf. sinnvoll oder notwendig sind, um systemdienliche Geschäftsmodelle zu ermöglichen.
In beiden Regionen liegt der Fokus auf dem Einsatz von Flexibilitätsoptionen, um Abregelung zu vermeiden, Überschüsse aus Erneuerbaren Energien zu nutzen und ihren Anteil vor Ort zu erhöhen. Die Untersuchungen erfolgen in enger Zusammenarbeit mit der Energieavantgarde Anhalt, dem Fraunhofer IWES, dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und der Firma Enertrag, die das Regionalkraftwerk betreibt.

Im Rahmen des Projekts wurde von Marcus Schluzy am RLI die Masterarbeit "Wirtschaftliche Analyse und Bewertung des Einsatzes von Flexibilitätsoptionen in regionalen Energiesystemen mit steigenden Anteilen von Erneuerbaren Energien: Eine Modellierung von technischen und regulatorischen Szenarien am Beispiel der Region Uckermark" angefertigt.
Im Verbundprojekt WindNODE arbeiten über 70 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Eine umfassende Liste finden Sie auf der offiziellen Projekt-Webseite:
WindNODE
WindNODE ist Teil des Förderprogramms „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende (SINTEG)“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie


Die Forschungsarbeit am RLI wird finanziell durch die Reiner Lemoine Stiftung unterstützt.

Kontakt



Guido Pleßmann


Projektleiter

Jonathan Amme


Wissenschaftlicher Mitarbeiter