Networking Workshop zu Entscheidungsframing und Unsicherheit
27. Februar 2018
Kick-Off für das SzenarienDB-Projekt
1. März 2018

SzenarienDB

Projektzeitraum: 1. Januar 2018 - 31. Dezember 2021

Wie schafft man die Energiewende? Technische und wirtschaftliche Folgen von Netzausbau, Transformation des Energiesystems und klimapolitischen Entscheidungen werden in der Regel mithilfe sogenannter Energiesystemmodelle berechnet. Diese Modelle werden zunehmend komplexer, da immer mehr Aspekte berücksichtigt werden müssen und häufig verschiedene Modelle kombiniert werden.

Die Grundlage für solche Berechnungen sind die Eingangsdaten wie Wetterdaten und historische Entwicklungen und darauf aufbauende Annahmen für zukünftige Entwicklungen, sowohl technischer als auch wirtschaftlicher Natur. Die Ergebnisse der Berechnungen werden zusammen mit dem Input ausgewertet. Für die Qualität der Szenarien sind die Eingangsdaten, die Annahmen und deren Aufbereitung von zentraler Bedeutung. Zu ihnen zählen unter anderem die Ausbaupfade der Erneuerbaren Energien, die Nachfrageentwicklung (Stromverbrauch, Verkehrs, Gebäude- und Industrieprozesswärme) sowie Annahmen zu Investitions- und Betriebskosten, Finanzierung, Energieträger- und CO2-Zertifikatskosten. Da es sich natürlich nur um Annahmen über die zukünftige Entwicklung handelt, ist ein großes Spektrum an Varianz der Eingangsparameter möglich und notwendig. Um Untersuchungen zukünftiger Energiesysteme wissenschaftlich vergleichen zu können, ist es also sehr wichtig zu wissen, welches Energiesystemmodell verwendet wurde und welche Eingangsdaten darin verwendet wurden. Leider werden diese Werte noch zu selten vollständig publiziert.

Ziel von SzenarienDB ist die Erstellung einer öffentlich zugänglichen Datenbank auf der Szenariendaten, also alle Daten, die im Zusammenhang mit jeweils einer Szenarioberechnung stehen, zusammengefasst und veröffentlicht werden. Das beinhaltet sowohl Input- als auch Output-Daten der Berechnung. Darüber hinaus werden die Daten mit den Modellbeschreibungen verknüpft. Damit werden Transparenz und der Austausch von Szenariendaten wesentlich verbessert und ein effizienter Einsatz von öffentlichen Mitteln gefördert.

Grundlage bildet die OpenEnergyDatabase (OEDB). Die OEDB ist eine offene Datenbank für Energiesystemdaten, die seit 2015 im Rahmen der Projekte open_eGo und open_FRED entwickelt wird. Sie ist eingebunden in die zugehörige OpenEnergy Platform (OEP), eine Webplattform, die verschiedene Werkzeuge zum Austausch und zur Dokumentation von Modellen enthält.

In diesem Projekt übernimmt das RLI folgende Aufgaben:

  • Kommunikation in der Forschungscommunity und mit relevanten Stakeholdern
  • Kooperationen mit Betreibern weiterer international existierender offener Datenbanken für Energiedaten
  • Erarbeitung eines Konzeptes für die Ablage von Szenariendaten in der OEP
    • Organisation von Workshops, Tutorials und Vorträgen für potenzielle Nutzerinnen und Nutzer der Datenbank
    • Identifizierung, Dokumentation und Priorisierung der Anforderungen der Zielgruppe
    • Prüfung der Anwendbarkeit auf die bestehende OpenEnergyPlatform
    • Erstellung einer gemeinsamen Ontologie für die Energiesystemmodellierung
    • Entwicklung eines Datenbankkonzepts, das auch die Erweiterung um Werkzeuge der OEP beinhaltet
    • Erhöhung der Bedienbarkeit
    • Implementierung eines Best-Practice- Szenarios und Veröffentlichung unter geeigneter Lizenz
Fraunhofer IEE

Öko Institut

Uni Magdeburg
Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Koordiniert durch den Projektträger Jülich (PTJ).

PTJ Logo

Kontakt



Ludwig Hülk


Projektleiter

Christian Hofmann


Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Jonas Huber


Praktikant

Berit Müller


Bereichsleiterin (ehem.)